WMDEDGT? Mai 2016

Wie an jedem 5. fragte Frau Brüllen auch im Mai wieder, wie ich den Tag so verbringe.

Ich komme erst jetzt zum Schreiben.

Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat das Löwenmädchen mit dem Papa im Krankenhaus verbracht. Das Kind hatte sich seit Dienstag immer wieder übergeben und Mittwoch hatte sie dann keine Reserven mehr. Also Krankenhaus. Sie hat Infusionen gekriegt und es ging bergauf. Donnerstag früh rief dann der Löwenpapa an um mir mitzuteilen, dass es ihn jetzt auch erwischt hat und ich schnell kommen soll.

Ich bin dann ins Krankenhaus gefahren mit den Klamotten, die ich für die folgende Nacht brauche. Der Löwenpapa ist zum Notdienstdok gegangen, der praktischerweise gleich im Krankenhaus Dienst macht. Ergebnis? Ausruhen. Eigentlich dachte ich, dass die ihn hochkant von der Kinderstation schmeißen, wenn ich nur annähernd meinen Fuß dort hinsetze. Falsch gedacht. Wenn er Zuhause allein wäre, sollte er lieber bleiben, so die Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. Ok, ihn also wieder auf der Elternliege Platznehmen lassen und das Löwenmädchen weiter beschäftigt. Dann bot die GuKkp an, dass sie die Infusion abstöpfseln könnte, damit das Löwenmädchen und ich draußen das herrliche Wetter genießen können. Grandioses Angebot, echt jetzt! Ich war sicher, dass sie im Kinderwagen schlafen wird. Tat sie und ich habe das Wetter und die Aussicht genossen. Der Löwenpapa hat derzeit die Klingel ans Bett gekriegt.

Der Löwenpapa hat sich dann nach Hause bringen lassen und ich bin geblieben.

Irgendwann am Abend habe ich dann die mittlerweile Nacht-GuKkp herbeigeklingelt. Mir war so schlecht. Nun hatte ich meinen Termin mit dem Notdienstdok. Das mittlerweile angestöpselte Kind wurde wieder abgestöpselt. Das ist fröhlich mit der Nachtpflegerin von dannen gezogen. Ich bin runtergegangen und hatte dann eine wenig hilfreiche Audienz bei dem Notdienstdok. Der hat so Dinge gesagt wie „Dann ruhen Sie sich mal Zuhause aus. Hier läuft für Ihr Kind genug Personal rum.“, „Warum sollte ich Ihnen überhaupt was verschreiben?“ oder „Egal, was Sie jetzt nehmen, das bleibt sowieso nicht drin.“ Empathie? Kannte er nicht. Ein Rezept gab es dann doch. Der wollte mich wohl einfach nur schnellstmöglich loswerden, nachdem mir vor seinen Augen nochmal so richtig übel geworden ist. Aber: Feiertag und Kind ja stationär im Krankenhaus.

Ich bin wieder hochmarschiert. Das Löwenkind spielt ganz friedlich mit den Nacht-GuKkp auf der Nachbarstation. Ich habe berichtet, was ich erlebt habe. Dann wurde die Kinderärztin angerufen, die dann veranlasst hat, dass mir ein entsprechendes Medikament ausgehändigt wird. Und wieder zieht das Löwenkind vergnügt mit von dannen: Medizin holen und Tee kochen.

Dann habe ich das Medikament geschluckt und mich mit dem Löwenmädchen ins Bett gekuschelt. Sie wurde wieder angestöpselte und ist recht schnell eingeschlafen. Ich habe sie noch in ihr Bett gelegt und habe dann geschlafen. Die Nacht-GuKkp hat dem Löwenmädchen nachts das Wasser gereicht und am nächsten Tag war der Spuk bei mir zum Glück vorbei. Am Mittag konnten wir dann nach Hause fahren.

PS: Der Notdienstdok lag falsch. Medikament ist dringeblieben. Ätsch!

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